Die Vorbereitung auf eine Fahrt Teil 1 | weiter Bei einem Formel 1 Rennen können es sich die meisten Piloten nicht leisten, eine Strecke erst während der Fahrt kennen zu lernen. Die Trainingsmöglichkeiten auf einer Strecke sind begrenzt, und auch wenn die Formel 1 Regeln natürlich einige Testphasen auf einer Strecke zulassen, ist es in der Praxis nicht möglich, die Strecke durch „Übung“ zu meistern. Gute Rennfahrer sind auf die individuellen Schwierigkeiten einer Strecke meist sehr schnell eingestellt – man sagt, dass sie nicht mehr als eine Handvoll Runden brauchen, um auf dieser Strecke gute Zeiten fahren zu können. Diese Fähigkeit beruht allerdings nicht unbedingt auf einem Naturtalent. Die meisten „normalen“ Fahrer würden zwar relativ große Schwierigkeiten haben, sich die Kurven und Schikanen so schnell einzuprägen und zu verarbeiten wie ein Pilot, doch beruht diese Erfahrung und die Fähigkeit zu professionellen Einschätzung weitaus mehr auf Erfahrung denn auf etwas anderem. Die Möglichkeiten, die die Piloten zum Erlernen einer Strecke nutzen, sind sehr unterschiedlich. So weiss man zum Beispiel von einigen namhaften Formel 1 Piloten, dass sie – so seltsam dies auf den ersten Blick auch erscheinen mag – Computerspiele benutzen, um die Tücken eines Kurses kennen zu lernen. Moderne Rennsimulationen sind teilweise so realistisch (zumindest in Bezug auf den Streckenverlauf), dass man sich einigermaßen auf die Simulation der Strecke verlassen kann. Andere Fahrer verlassen sich mehr auf ihre Erfahrung. Anhand der Grafik einer Strecke ist es durchaus möglich, die Schikanen und die schwierigen Kurven theoretisch einzuschätzen. Anhand der Daten, die die Teams über die einzelnen Strecken sammeln, kann man ebenfalls die Geschwindigkeiten und den Bremspunkt einer Kurve einschätzen, ebenso wie den Gang, der zum Befahren der Kurve normalerweise erforderlich ist. >>> weiter |