Technische Verfolgungsjagd Technik der Formel-1 Teil 2 | weiter | zurück Obwohl man 1962 von Flugbenzin auf das eigentlich weniger leistungsfähige normale Benzin in der Formel 1 umstieg, erreichte man dennoch die gleichen Leistungen wie 1960 – neue Technologien hatten die Energieausbeute in den Fahrzeugen immens verbessert. Ermöglicht hatten dies die Einspritzmotoren, von denen es zu dieser Zeit gleich mehrere Prototypen gab. Die alten Vergaseraggregate erwiesen sich als ein Relikt der Vergangenheit, dass mit den neuen, revolutionäre Techniken nicht mehr mithalten konnte. Doch auch bei den anderen Teilen der Fahrzeuge tat sich erstaunliches. Lotus entwarf ein neues Chassis, das weitaus stabiler war als die alte Rohrrahmen-Konstruktion. Das Konzept hat sich bis heute in der Monocoque-Bauweise erhalten – der Lotus 25 war somit das erste Fahrzeug, dass mit dieser Technologie entstanden war. Der Trick dieser Bauweise ist die Verwendung von genieteten Leichtmetallkästen für den Chassisbau, was ein sehr stabiles und verwindungsarmes Gerüst erzeugte, welches den Fahrer viel besser vor Unfällen schützen konnte. Aufgrund des Todesschreckens, der nur wenige Jahre zuvor in der Formel 1 gewütet hatte, feierte man den Erfinder dieser Technologie natürlich ausgiebig, und bald setzten alle namhaften Teams auf diese neue Idee. Interessant ist auch die Tatsache, dass im Zuge dieser Veränderung die Piloten nicht mehr im Cockpit saßen, sondern sich in einer fast liegenden Position befanden – ein Umstand, der das Auftauchen der heute in der Formel-1 üblichen kleinen Lenkräder begünstigte. Früher waren relativ sperrige und nicht unbedingt sichere Holzkonstruktionen üblich gewesen, die aus heutiger Sicht eher an eine Schivone denn an einen Rennwagen erinnern. Nur Ferrari, einige Jahre zuvor noch führender Innovator, verweigerte sich für eine Saison dieser Entwicklung, ehe man auf die erfolgreiche Technik setzte. >>> weiter |