Rasante technische Entwicklung Teil 1 | weiter Die ersten Rennwagen in den frühen fünfziger Jahren standen in vielen Beziehungen in der Tradition der alten Fahrzeuge aus den dreißiger Jahren. Auch in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts waren die Formel 1 Fahrzeuge vergleichsweise steinzeitlich – mit ihren Frontmotorkonstruktionen und den Trommelbremsen waren sie schon von der Grundidee her den Anforderungen der Formel-1 nicht ideal gewachsen. Dennoch behielt man diese Traditionen natürlich bei, so lange es nichts besseres gab. Die wichtigsten Innovationen dieser Zeit stammten aus England, wo man mit schnellen Schritten die Entwicklung vorantrieb, auch wenn die großen Erfolge beim Rennen bis dahin ausgeblieben waren. 1955 leitete das britische Team Connaught den Siegeszug der Scheibenbremsen ein, als ein Zahnarzt aus England den Grand Prix von Syrakus gewann. Zwar hatte dieses Rennen keinen WM-Status und genoss so ein geringeres Renommée als andere Wettbewerbe in der Formel-1 , doch sprach es sich nach und nach herum, dass Connaught sich nicht mehr an die althergebrachte Bremstechnik hielt, sondern auf Innovation setzte. Ebenfalls aus England, und ebenfalls aus dem Jahr 1955 stammt allerdings eine noch wichtigere Innovation. Am 16. Juli 1955 trat ein Australier namens Jack Brabham auf, der ein Fahrzeug steuerte, bei dem der Motor im Rücken des Fahrzeugs befestigt war. Auch Brabham konnte die Konstruktion nicht direkt mit einem Sieg untermauern, doch erwies sich der Heckmotor vier Jahre später als so stark, dass er die älteren Konstruktionen mit Frontmotor sehr schnell verdrängte. >>> weiter |