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Sicherheit

Die enormen Geschwindigkeiten, die in der Formel-1 gefahren werden, bergen natürlich immer ein hohes Risiko. Schon mit einem Straßenfahrzeug setzt man bei vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten enorme Kräfte frei, die das Leben jedes Verkehrsteilnehmers im Ernstfall bedrohen können – da ist es leicht verständlich, dass die Risiken, die eine Fahrt in der Formel-1 mit sich bringt, nicht zu unterschätzen sind.

Die Motorsportweltkommission FIA trägt dieser Tatsache durch eine ganze Reihe von Sicherheitsmaßnahmen Rechnung, die teilweise den direkten Schutz des Fahrers im Falles eines Unfalls gewährleisten sollen, die aber auch Unfälle ganz einfach vermeiden wollen. Im Ernstfall, wenn ein Unfall geschehen ist, soll schnelle und fachkundige medizinische Versorgung das Schlimmste verhindern.

Wichtig für die Sicherheit ist daher vor allem natürlich die auf vielfältige Weise geregelte Bauweise der Fahrzeuge, die während eines Rennens zum Einsatz kommen. Viele der Vorschriften, die die Teams bei der Konstruktion ihrer Boliden einschränken, haben direkt oder indirekt eine Verbesserung der Sicherheit zum Ziel.

Die Regeln, die indirekt die Sicherheit der Fahrer erhöhen, sind natürlich die, die die Bauweise der Rennwagen einschränken. Manche technische Entwicklungen mögen dazu geeignet sein, die Leistungsfähigkeit eines Fahrzeugs zu steigern, doch erscheint es eventuell unverantwortlich, von ihnen in mehr als einem gewissen Maße Gebrauch zu machen, da sie gleichzeitig die Gefährdung des Piloten stark steigern könnten. Ein Fahrzeug, dass durch eine technische Verbesserung eine extreme Geschwindigkeit erreichen kann, muss auf der anderen Seite auch das Potential aufweisen, diese Geschwindigkeit in einen handhabbare Form zu leiten.

Diesem Umstand trägt eine ganze Reihe von Einschränkungen in der Formel 1 Rechnung.

Umgedreht kennt man aber auch eine Reihe von Vorschriften, die sich direkt auf die Sicherheit eines Piloten auswirken. So sorgt beispielsweise die stabile Pilotenzelle in den Fahrzeugen, die mit vielen Crashtests überprüft wird, mittlerweile für eine um den Faktor 30 gesteigerte Sicherheit bei einem Unfall: 1970 wurde noch bei jedem zehnten Unfall ein Fahrer schwer verletzt, heute geschieht dies ungefähr noch bei jedem 300. Unfall – eine immense Steigerung, die das Handwerk eines Formel 1-Piloten mittlerweile zu einem weniger halsbrecherischen Unterfangen macht. Der sprichwörtliche Pilotenwunsch „Hals- und Beinbruch“, der ja eigentlich genau eine Verschonung von diesem Übel erbitten soll, ist damit heute bei weitem nicht mehr so aktuell wie noch vor 30 Jahren.

Viele der Sicherheitsvorschriften finden sie im Abschnitt „Fahrzeuge“, so dass wir sie hier nicht noch einmal gesondert erwähnen wollen.

>>> Sicherheitsausrüstung eines Fahrers

 

 

 

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