Schweres Gerät Teil 1 | weiter Nicht alles, was Chapman anfasste, wurde zu Gold. Der führende Konstrukteur der frühen siebziger Jahre schickte nämlich – eher er den Ground Effekt für einen spektakulären Erfolg nutzen konnte – einen weiteren spektakulären Boliden auf die Rennbahn. Der Lotus 72 war zu diesem Zeitpunkt siegfähig, doch wollte das Innovationskarussell nicht stoppen – und so orientierte man sich an der Vergangenheit. Chapman setzte in drei Rennen des Jahres 1974 einen Lotus 56B ein, der eine Weiterentwicklung des Fahrzeugs von 1968 darstellte. Anders als der 72 baute der 56B nicht auf Aerodynamik, sondern auf rohe Kraft: Lotus baute nicht etwa einen herkömmlichen Saugmotor ein, sondern eine Zweiwellen-Gasturbine von Pratt & Whittney. Diese Turbine war kein Motor, der extra für den Formel 1 Betrieb konzipiert worden war, sondern vielmehr ein kraftvoller Antrieb, wie man ihn für Schiffe, Lokomotiven und Helikopter einsetzte. Das Projekt genoss große Aufmerksamkeit, doch zeichnete sich bald der Misserfolg ab. Die drei Lotus-Fahrer, die mit dem Monstrum an den Start gingen, kamen nicht damit klar. Fittipaldi, Wisell und Walker waren froh, als sich abzeichnete, dass sie wieder mit einem klassischen Fahrzeug an den Start durften. >>> weiter |