Kostendämpfung Teil 1 | weiter Als die FIA 1989 die Turbomotoren verbot, war es nicht die Sicherheit der Piloten gewesen, die den Ausschlag zu dieser Regelung gegeben hatte – verschiedene andere Beschränkungen sorgten wirkungsvoll dafür, dass auch die Turbolader ein vernünftiges Verhältnis zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit wahren mussten. Es war vielmehr ein Schlagwort, das von nun an die Formel 1 beherrschen sollte: Kostendämpfung. Das Wettrüsten, das schon in den achtziger Jahren erstaunliche Ausmaße angenommen hatte, war nun so weit vorangeschritten, dass die Vertreter der Teams sich immer wieder bei der FIA beklagten, die schließlich zu der Überzeugung kam, dass nicht das Wettrüsten der Fahrzeuge, sondern der Sport im Vordergrund stehen sollte. Die Teams waren zwar erfreut, dass man ihre Interessen auf diese Art und Weise wahren wollte, konnten sich aber nie direkt auf eine Vorgehensweise einigen, die wirklich eine Kostendämpfung hervorrief. Schließlich bedeutete jeder technische Fortschritt, den ein Konkurrent macht, eine Gefahr für die eigenen Fahrer auf dem Weg zum Titel – also setzten die Teams alles daran, überlegen Motoren zu entwickeln, die den neuen Anforderungen des technischen Reglements entsprachen. Das Scheiten der Kostendämpfung war schon in ihrer ersten Stunde spektakulär: zwei Jahre nach dem Verbot der Turbomotoren wendete man bis zu ein Drittel mehr Kapital für die Entwicklung der vorgeschriebenen 3,5-Liter-Saugmotoren auf. >>> weiter |