Die „Formel 1“ in der Formel 1 Ferdinand Porsche hat die Konstrukteure aller Teilnehmer mit seinem Grundsatz inspiriert, der auf den ersten Blick erstaunlich, beim zweiten Hinsehen aber sehr einleuchtend erscheint. Ein Fahrzeug, dass stabil und dauerhaft konstruiert ist, mag für den Straßenverkehr oder für wiederholte Rennen sehr geeignet sein – es ist aber leicht einsichtig, dass es durch seine Konstruktion immer schwerer sein muss als ein Fahrzeug, dass nach den absolvierten 300 Kilometern eines Rennens nicht mehr weiterfahren muss. Wenn also ein Rennwagen ein Rennen mehr oder weniger unbeschadet übersteht und nach dem Rennen noch in beinahe alter Form leistungsfähig ist, dann haben die Konstrukteure nicht den Idealweg gefunden – sie hätten mit einigen anderen, leichteren Teilen eventuell noch eine bessere Leistung aus dem Fahrzeug herauskitzeln können. Die Konstruktion solcher extrem kurzlebigen Fahrzeuge hatte natürlich für die meisten Autohersteller bis dahin keine Tradition, und so war es kein Wunder, dass diese Idee weitreichende Bahnen schlug und das eine oder andere bedenkliche und aberwitzige Experiment hervorrief. Man hatte bis dahin kaum Erfahrungswerte darüber sammeln können, welche Fahrzeuge sich dazu eigneten, eine kurze Strecke unter extremen Bedingungen schnell hinter sich zu bringen und dabei eine hervorragende Leichtigkeit und gleichzeitig eine verlässliche, aber kurze Lebensdauer mit sich zu bringen. Aus heutiger Sicht waren viele der Fahrzeuge, die damals in der Formel 1 an den Start gingen, auch nach dem damaligen Stand der Technik nicht optimal für ein Rennen nach dem Gedanken der Formel 1 konstruiert. Viele Fahrzeuge waren zu sehr auf Leichtigkeit und optimale Leistung konstruiert, vernachlässigten aber die Verlässlichkeit – und erfüllten Porsche Ansprüche nicht, da sie die Ziellinie überhaupt nicht kreuzten. Andere waren hervorragend gebaut, dabei aber in solcher Qualität, dass sie das Rennen problemlos überstanden, sich aber durch spürbare Leistungsnachteile auszeichneten. Der Mittelweg zwischen diesen Fahrzeugen, die entweder das Ziel nicht erreichten oder zu langsam waren, war und ist die Königsdisziplin der Formel 1, in der man noch heute nach dem perfekten Erfolg sucht. >>> Die ersten Boliden |