Formel-1 Fahrzeuge Teil 1|2|3|4|5|6|7|8|9|10| weiter | zurück Ebenfalls wichtig für die Eigenschaften eines Fahrzeugs ist natürlich auch die Radaufhängung. Diese beeinflusst die Reaktionen des Fahrzeugs auf die Bewegungen während der Fahrt – man spricht davon, dass ein Fahrzeug „nickt“, wenn es sich nach vorne neigt, während es „rollt“, wenn es sich zur Seite neigt. Beide Bewegungen sind für die Konstrukteure nicht sehr wünschenswert, da jede Bewegung dieser Art die Aerodynamik auf ungeahnte Weise beeinflussen kann, was eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf das Fahrzeug haben kann. Daher würden die Konstrukteure gefederte Radaufhängungen eventuell vermeiden, wenn nicht das Regelwerk eine Federung in diesem Teil vorschreiben würde. Allerdings ist es Sache der Formel 1 Teams, wie stark diese Federung sein muss. Daher ist der Federweg eines Formel 1 Fahrzeugs im Vergleich zu einem PKW extrem klein – er beträgt nicht einmal ein Zehntel. Federungen sind aber – trotz ihrer unangenehmen Auswirkungen auf die Aerodynamik – nicht völlig zu vermeiden, da der Fahrer sonst die Fahrt nicht überstehen würde. Go-Karts zum Beispiel verzichten auf eine gefederte Radaufhängung, doch bewegen sich diese Fahrzeuge auch nur mit relativ geringen Geschwindigkeiten über eine sehr gerade Fläche, während Formel-1 Fahrzeuge natürlich weitaus schneller sind und die Strecken nicht immer ganz so eben sind. Formel 1 ist ein so extremer Leistungssport, dass es winzige Details sind, die aus den hochtechnisierten Fahrzeugen die maximale Leistung herauskitzeln sollen. So werden zum Beispiel vor dem Rennen die Reifen mit Heizdecken auf eine Temperatur zwischen 60 und 70 Grad vorgeheizt, um eine gute Bodenhaftung auch schon bei Beginn eines Rennens gewährleisten zu können. Messungen haben ergeben, dass die ideale Temperatur bei 80 Grad liegen würde, allerdings wird dieser Wert in der Praxis nicht erreicht. >>> weiter <<< Fahrzeuge |