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Ein Formel 1 Motor muss viele verschiedene Eigenschaften aufweisen, damit er sich als guter Motor für die Formel 1 erweisen kann. Die erste und wohl naheliegendste Eigenschaft ist natürlich die Fähigkeit, das Fahrzeug auf eine gute Höchstgeschwindigkeit zu bringen. Dabei ist es allerdings weniger wichtig, eine möglichst brutale Beschleunigung an den Tag zu legen (auch wenn die Beschleunigung der Fahrzeuge natürlich enorm ist), sondern der Motor muss „fahrbar“ bleiben. Er muss seine Kraft also langsam entfalten, damit der Pilot eine gute Kontrolle über das Fahrzeug hat und nach eigenem Ermessen Einfluss nehmen kann auf die Geschwindigkeit.

Ein strategisch sehr wichtiger Punkt ist allerdings auch der Benzinverbrauch eines Motors. Auch hier gilt natürlich, dass ein normaler Autofahrer wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde, wenn er ein Fahrzeug mit einem so hohen Verbrauch fahren würde – innerhalb dieser extrem hohen Vergleichswerte ist der Verbrauch allerdings eine extrem wichtige Eigenschaft.

Wenn man es schafft, ein Fahrzeug mit niedrigem Verbrauch zu konstruieren, so hat man gleich mehrere Vorteile: zum Einen ist der Wagen während eines Stopps schnell zu betanken; zum Anderen ist er aber auch immer vergleichsweise leicht, da der niedrige Verbrauch auch einen leichten Tank ermöglicht. Wenn man aber weniger Gewicht für den Sprit aufwenden muss, kann man dieses Gewicht für andere Komponenten des Fahrzeugs verwenden.

Schließlich gibt es noch eine weitere entscheidende Eigenschaft eins Motors: die Zuverlässigkeit. Ein Motor muss natürlich nicht nur schnell und fahrbar sein und einen guten Verbrauch haben, er muss auch so konstruiert sein, dass er die Fahrt unter den extremen Bedingungen eines Formel-1 Rennens überlebt.

Niemand hat etwas von einem Motor, der in anderen Eigenschaften überragend ist, wenn er nicht zuverlässig genug ist.

Als Härtetest für die Zuverlässigkeit eines Motors gilt der Hockenheim-Ring, der schon vielen Motoren das Genick gebrochen hat.

Man sagt, dass ein guter Motor dann kaputtgeht, wenn er die Ziellinie passiert hat – in diesem Fall hat der Fahrer das letzte herausgekitzelt und eine ideale Fahrt geliefert.

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