Deutsche Erfolge Deutschland betrat die Bühne der „Großen Preise“ spektakulär: mit einem Mercedes siegte der Champion von 1951, Juan Manuel Fangio, knapp vor Karl Kling, dem zweiten Fahrer des Mercedes-Rennstalls. Fangio wurde 1954 und 1955 Weltmeister und holte in diesen Jahren den Titel nach Deutschland zur legendären Motorschmiede Mercedes. Fangio war in seiner Heimat Argentinien durch seine Erfolge bei Alfa Romeo innerhalb von kurzer Zeit zum Superstar geworden, und so kostete es Mercedes einige Mühe, den gefeierten Rennfahrer für ihren eigenen Stall zu gewinnen. Nachdem dies aber gelungen war, bedeutete der Doppelsieg 1954 den Beginn einer langen und erfolgreichen deutschen Geschichte in der Formel 1. Die Mercedes-Motoren, die damals zum Einsatz kamen, verfügten über acht Zylinder und eine Bosch-Direkteinspritzung, die bis dahin die Krönung der Automobiltechnik darstellte. Die Tage der Vergaser-Motoren waren gezählt – die Direkteinspritzung erwies sich als derart erfolgreich, dass sie sich bald in allen Rennställen der Welt durchsetzte. Innerhalb der nächsten Jahre war also die revolutionäre Technik aus dem Hause Bosch die Triebfeder der Rennmotoren in der Formel 1, doch sollte diese Technik später der indirekten Saugrohreinspritzung weichen, die die Motorenprobleme noch raffinierter löste. Vorerst hatte Mercedes jedoch die Nase vorn. Die ersten Fahrzeuge, die Mercedes auf die Rennbahn schickte, hatten wie die heutigen Konstruktionen aus diesem Hause keine Ventilfedern, sondern steuerten die Ventile über eine relativ komplizierte, aber erfolgreiche Schlepphebel-Technik. Erst mehr als 30 Jahre später, als Renault die Steuerung mit Druckluft bravourös löste, setzte sich eine federfreie Ventilsteuerung schließlich durch. >>> Resante technische Entwicklung |