Boxenstopps Unter einem Boxenstopp bei einem Formel-1 Rennen kann sich so ziemlich jeder Zuschauer etwas vorstellen. Die Wagen fahren in die Box ein, wo sie von vielen Mechanikern verschiedenen Maßnahmen unterzogen werden – es kann zum Beispiel nötig sein, technische Mängel zu beheben oder die Reifen zu wechseln, weil die Witterungsbedingungen sich geändert haben. Wie viele Mechaniker bei einem Boxenstopp zum Einsatz kommen dürfen die Teams selbst entscheiden. Normalerweise sind es zwischen 15 und 20 Personen, die auf die eine oder andere Art beim Stopp beteiligt sind. Diese recht hoch erscheinende Zahl versteht man leicht, wenn man sich die Vielzahl der Aufgaben anschaut, die während eines solchen Stopps zu erledigen sind: für einen Reifenwechsel zum Beispiel benötigt man drei Mechaniker – pro Rad. Einer von ihnen schraubt die Radmuttern ab, ein Zweiter nimmt den alten Reifen ab, und der Dritte setzt den neuen Reifen auf. Danach schraubt der dritte Mechaniker den Reifen wieder an. Für vier Reifen kommt man hier bereits auf zwölf Beteiligte an einem Boxenstopp. Auch für das Betanken des Fahrzeugs sind mehrere Personen erforderlich: normalerweise bediente ein Mechaniker den Stutzen, während der andere den Schlauch hält, der besonders dick und schwer ist, um ein schnelles Betanken zu ermöglichen. Vorne und hinten am Wagen arbeitet jeweils eine Person, die den Wagen anhebt, damit ein Reifenwechsel ermöglicht wird. Eine zweite Person wartet ebenfalls hinter dem Wagen – sie wartet auf ihren Einsatz, falls der Fahrer den Motor abwürgt, um ihn erneut anzulassen und so einen möglichst schnellen Start zu ermöglichen. Schließlich gibt es noch den Mechaniker, der das Kommando über den Boxenstopp hat. Er überwacht den Ablauf und gibt dem Fahrer die Signale, die für die Prozedur notwendig sind, beispielsweise das Zeichen für Beginn und Ende des Stopps. Einer oder mehrere weiter Mechaniker stehen mit einem Feuerlöscher bereit, um im Notfall eingreifen zu können. Die komplizierte Technik eines Formel 1 Fahrzeugs kann immer zu unvorhergesehenen Problemen führen. Im Bedarfsfall, wenn beispielsweise eine Nase ausgetauscht werden muss, können auch noch mehr Mechaniker zum Einsatz kommen. >>> Grand Prix und Wettbewerb |