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Aerodynamik wird zunehmend zum Problem

Um die Jahrtausendwende war wieder eine Status in der Formel 1 erreicht, der die FIA an die Zeiten des massiven Ground Effects erinnerte – die Kurvengeschwindigkeiten waren bedrohlich hoch, und mit jedem zusätzlichen Kilometer pro Stunde wuchs nicht nur die körperliche Belastung der Formel 1 Piloten, sondern gleichzeitig auch die Gefahr eines schweren Unfalls.

Daher wurde noch vor der Saison 1998 ein neues technisches Reglement bekannt gegeben, welches die Gefahrenquellen für die Piloten relativ massiv eingrenzen sollte. Die FIA wollte es nicht wieder soweit kommen lassen, dass erst ein schwerer Unfall die Fans und Teams wieder darauf aufmerksam machte, dass die Formel 1 ein manchmal auch halsbrecherischer Sport war.

So senkte man die erlaubte Wagenbreite von bisher 200 auf 180 Zentimeter und schrieb gleichzeitig größere und sicherere Cockpits vor, die im Falle eines Unfalls einen besseren Schutz gewähren sollten.

Die wohl größte Änderung allerdings bezog sich auf die Reifen. Die Slicks, die bis dahin die Reifen der Wahl für die Formel 1 gewesen waren, wurden nunmehr durch die Rillenreifen ersetzt. Diese Pneus zeichneten sich durch vier Längsrillen auf den hinteren und drei auf den vorderen Reifen aus, wodurch die Kontaktfläche zum Asphalt eingeschränkt wurde, was die Piloten zu einem Senken der Kurvengeschwindigkeiten zwang.

Diese Regelung, die bei Konstrukteuren und Teams nicht gerade beliebt war, wurde aber im folgenden Jahr noch weiter verschärft, als man eine vierte Vorderreifenrille einführte, die die Kontaktfläche noch weiter senkte.

Die geringere Kontaktfläche hatte aber auch zur Folge, dass die immense Haftung, die die stets sehr heiß gefahrenen Slicks mit sich brachten, nicht mehr so genutzt werden konnte wie früher, was eine zusätzliche Sicherheit mit sich brachte – ironischerweise sind es ja gerade die scheinbaren Unsicherheiten, die in der Formel-1 die Piloten dazu zwingen, mehr Rücksicht auf sich zu nehmen, da das Ausreizen des technisch Machbaren oft nicht hinnehmbare Risiken für die Fahrer mit sich bringt.

Die FIA machte bei diesen Änderungen allerdings noch nicht halt und ergänzte die neuen, sicherheitsbetonten Vorschriften. Nach vier der 16 WM-Läufe von 1999 wurden die X-Wings, die aerodynamisch wichtigen Zusatzflügel an den Seitenkästen, verboten, was den Abtrieb der Fahrzeuge reduzierte und sie somit verlangsamte.

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